Islandreise 2016 Tag 3

29.August. Immer noch in Asolfstdir im Süden, in der Nähe von Selfoss. Unser großes fast neues Auto ( noch ohne erste Routinedurchsicht ) gibt einen Alarm und zeigt an, daß eine Flüssigkeit zur Neige geht.  Holger beginnt unruhig zu werden, was verständlich ist, weil wir ja durch das Hochland wollen und dort mit Sicherheit keine Werkstatt finden.

Also flugs gegoogelt und in Selfoss eine Toyota-Werkstatt gefunden. Dort ist Höflichkeit und Service bemerkenswert, wir können gleich in die Werkstatt fahren, die Flüssigkeit wird aufgefüllt ( bestimmt an die 10 Liter ), der Spaß gleich mit Herz verrechnet und wir sind on the road again.

Top, zurück ins Häuschen, Schnitten schmieren, Äpfel einpacken und Kaffe kochen, Wasserflaschen voll machen und nochmal nach Landmannalaugar. Ich war nicht sooo zufrieden mit meiner gestrigen Fotoausbeute.

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Wir kommen an einem beeindruckenden Fluß vorbei im Fridland ad Fjallabaki National Park in dem es jede Menge Moos und Minipflanzen gibt.

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Das Wetter ist gut, also um die 11 Grad, sonnig mit schönen Dekowolken. Eine Wanderin getroffen und die dazugehörende Zähigkeit bewundert. Ich kann es mir auch vorstellen, wenn man mal lange alleine sein muss. Also aus dem Auto raus betrachtet, kann ich es mir vorstellen……

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Landmannalaugar, grüne Oase im kahlen Hochland. Angekommen , ich hatte mir verschiedene Fotos angesehen und festgestellt, daß wir auf einen Berg müssen um die Fotos zu machen, die ich haben will.. Also ist das der Plan.

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Sieht hier von vorn nach nichts aus, wird aber steiler und höher, der Weg ist ausgetreten, geht an der Außenkante lang ( warscheinlich damit die Touristen beim Runtergucken nicht soviel Moos zerlatschen )ich habe meine Superbirkis an, wie in jedem Islandurlaub und ehrlich gesagt, immer mehrAngst vorm Runtersteigen. Puh.

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Hier unten sieht man so ein (wie hingespucktes) Lavafeld am Fuß des Bergs.

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Der Ausblick wird von Meter zu Meter fantastischer, und wir haben ein bisschen Herz und Lunge trainiert , immerhin schleppen wir die schweren Fototaschen dort hoch. Gipfel erreicht, glücklich.

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Hier unten ist der Zeltplatz neben dem wir gestern geparkt haben.

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Und man kann gut die beiden Furten sehen, durch die man muß.

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Fantastisch, die Landschaft von weiter oben zu betrachten, der Weg hat sich gelohnt. Man hat einen weiten Rundumblick auf die Berge, die Täler, die Flüsschen im Sander, selbst die Seen ringeherum, dampfenden Solfataren. Am Zeltplatz ist ein heißer Fluß, dort kann man baden.

Manchmal, wenn man Touristen trifft beim Wandern, ( meistens sind es Paare ) fängt man an in englisch zu smalltalken. Mühevoll für mich. Dann rutscht einem der Talker ein deutsches Wort raus, alle atmen auf und es geht in deutsch weiter. Wir haben allerdings mehr Schweizer als Deutsche getroffen.

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Ich hab immer noch vorm Abstieg Schiss, man kann die Höhe irgendwie schlecht fotografieren.Es ist rutschig, egal mit welchen Schuhen, und ich denke, wenn man einmal ins rutschen kommt, ist man sehr schnell unten . In Deutschland wären da überall Geländer, oder Seile, Aufpassschilder und eine Rettungsstation in der Nähe. In Island haste irgendwie Pech, aber gefunden werden auch alle wenn man nicht gerade in eins der dunklen unklar tiefen Löcher im Berg fällt. Internet ist hier auch nicht oder Telefonverbindung .Aber das ist alles irgendwie egal, es ist fantastisch.

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Am Abend am Cottage die große Wanne wieder voll gemacht mit heißem, nach Schwefel riechendem Wasser und zufrieden in den Abendhimmel geguckt. Toller Tag.

 

 

 

 

2 Responses to “Islandreise 2016 Tag 3”

  • Gert Schenke

    „tolle Insel. Unbeschreibbar. Bezaubernd, bedrohlich, rauh und schön“- Das sind Deine Worte, die ich mir mal entliehen habe (aus dem Bericht über Tag 2) und besser kann man es nicht sagen.
    Die wunderschönen Bilder vermitteln mehr als nur einen Eindruck davon.
    Es ist fast nicht vorstellbar, dass es möglich ist, diese herrliche ursprüngliche, natürliche Landschaft zu bereisen. Aber Ihr habt es ja getan und mich alle die hier rein schauen ein Stück mitgenommen, toll und vielen Dank dafür.
    Dein Bruder Gert.

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