Nördliche Kjölur-Hochlandpiste

Es ist der 5. Tag unserer Islandreise, der letzte Augusttag 2016. Nach dem Frühstück gehts vom Mountainressort am Kerlingarflöll weiter in den Norden. Es ist kalt, irgendwie dunkel und es regnet. An unserem Auto finden wir ein Stück Pappe mit der Aufschrift, bitte nicht auf dem Gras parken. Ups, am Tag zuvor hielten wir das für den Parkplatz. Das Gras wächst besonders langsam auf Island und ganz besonders im Hochland. So haben wir , ohne es zu wollen, nachhaltig Spuren hinterlassen. In Deutschland wäre der Straftatbestand sicher erheblich geahndet worden, in Island klemmt ein handbeschriebenes Stück Karton am Scheibenwischer. Auch eine gute Erfahrung.

Also wieder auf die Kjölurpiste F 35, grau und trist, aber zumindest ein paar Schafe treiben sich hier herum.

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Am Wegrand nach Norden liegt das Thermalgebiet Hveravellir mit seinen Heißwasserquellen, Solfataren und Fumoralen. Von oben regnet es, von unten dampft, brodelt, pfeifft und stinkt es erheblich nach Schwefel. Wir trinken hier einen Kaffee , mit Waffel und fahren dann weiter in Richtung Norden.

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Das Wetter ist schlecht, irgendwie wird es auch immer dunkler und wir brauchen viel mehr Zeit als erwartet. Man kann auf der Schotterpiste mit teilweise großen Steinen, tiefen Spuren und furtenartigen Pfützen nur sehr langsam fahren. Außerdem wird die Kjölurpiste in den wenigen Monaten, die das Hochland befahrbar ist von den Isländern als kürzeste Nord-Süd-Verbindung genutzt und ist tatsächlich gut befahren. Man muß oft ausweichen und einander vorbei lassen.

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Viele Farben hat die Landschaft hier nicht, umso leuchtender ist die orangefarbige Schutzhütte , an der wir vorbeikommen. Es ist sehr spartanisch drin, aber sicher wird man als Radfahrer oder Wanderer froh sein, wenn man bei Regen, Sturm und Schnee hier einen Unterschlupf findet im Weitundbreitnichts. Und beindruckend ist, daß jeder user für den nachfolgenden etwas da läßt.

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Und tatsächlich quälten sich ein paar tapfere Radfahrer durch die Landschaft.

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Im weiteren Verlauf nimmt die Vegetation zu und wird heideartig. bald endet die Kjölurpiste und wir haben wieder Asphalt unter den Rädern. Auch die Sonne läßt sich wieder blicken und malt einen Regenbogen.

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Unser Ziel ist Svalbardseyri in der Nähe von Akureyri der nördlichen Hauptstadt. Wir machen einen kleinen Umweg zum Heimatmuseum Glaumbaer, weil es dort ein superniedliches Kaffee und Kaffee aus Sammeltassen, sowie leckere Torten und jetzt auch Sonne gibt.

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Man kann hier besichtigen, wie man gewohnt hat in den  Torfsodenhäusern. Das ist sehr beeindruckend, haben wir aber bei einer anderen Reise schon erledigt, so daß wir, mit kurzer Unterbrechung zum HochlandstaubvomAutowaschen, wieder auf den Weg machen. In Akureyri halten wir uns nicht auf, aber das rote Ampelherzchen hat mir sehr gefallen.

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2 Responses to “Nördliche Kjölur-Hochlandpiste”

  • Mutti und gert

    für fehler bei groß-und kleinschreibung können wir nichts, hier schreibt im pc schreibt sich nur alles groß.

  • Mutti und gert

    umwerfend schön, was wir hier ansehen Durften! Beeindruckend die Schafe, die bis an die Straße kommen und das Kaffee im heimatmuseum mit der schönen einrichtung besonders Hamonium und tütenlampe.

    mutti und gert

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